Fehlerbehebungen mit R 3.12

 

Einfrieren der Web-Oberfläche nach dem Export einer gesendeten Nachricht

Der von verschiedenen Anwendern gemeldete Fehler, dass beim Export von gesendeten Nachrichten die Weboberfläche der beA-Webanwendung einfriert, konnte behoben werden.

Weiterleitung von Nachrichten mit der Kennzeichnung Persönlich/vertraulich

An Nachrichten, die beim Empfang als persönlich/vertraulich gekennzeichnet sind, bleibt die Checkbox nun auch beim Weiterleiten dieser Nachrichten aktiviert.

Fehlermeldung beim Verschieben von geöffneten Nachrichten in den Papierkorb

Beim Verschieben von geöffneten Nachrichten in den Papierkorb kam es zum Fehler "Ein anderer Benutzer hat diesen Datensatz verändert". Der Workaround bestand im Verschieben der betroffenen Nachrichten über die Ordneransicht.

Der Fehler ist behoben, sodass geöffnete Nachrichten fehlerfrei in den Papierkorb verschoben werden können. 

Abbrechen der Funktion Software-Token löschen

Nach Auswahl der Funktion Software-Token löschen im Anmelde-Dialog der beA-Webanwendung war es nicht möglich, den Vorgang abzubrechen. Der Fehler konnte behoben werden, sodass in der PIN-Eingabe-Aufforderung zur Bestätigung des Löschauftrages sowohl über Abbrechen als auch über X ein Abbruch erreicht wird.

Automatische Erstellung des Anhangs Nachrichtentext.pdf

Wurde kopierter Text im Feld Nachrichtentext eingefügt, der Tabulatoren enthielt (z.B. Tabellen), so wurde beim Speichern bzw. Versand des Nachrichtenentwurfs der erforderliche Anhang Nachrichtentext.pdf nicht erstellt. Der Workaround bestand aus dem Verzicht von Tabulatoren im Nachrichtentextfeld bzw. das Übermitteln solcher Texte, die die Verwendung von Tabulatoren erfordern, als separat erstellten Anhang. Mit der Version 3.12 der beA-Webanwendung konnte der Fehler in Bezug auf enthaltene Tabulatoren behoben werden. Bitte beachten Sie aber unsere Meldung zu einer weiterhin ähnlich bestehenden Fehlerlage: Fehler beim Erstellen der Nachrichtentext.pdf (beasupport.de) 

Fehler beim Postfachwechsel bei gesetztem Filter zur Anzeige bestimmter Nachrichten

Aktivierte ein Postfachinhaber für sein eigenes Postfach einen Filter und wechselte anschließend auf ein weiteres Postfach, auf das er Zugriff hat, so wurde der Filter für das zweite  Postfach übernommen. War das Ergebnis dieses Filters für das weitere Postfach aber nun eine leere Menge, so trat ein Fehler auf. (Die Anfrage konnte nicht verarbeitet werden. Bitte versuchen Sie es später erneut.)

Das Verhalten wurde behoben, ein Wechsel zwischen den Postfächern ist nun fehlerfrei möglich.

Fehler durch Sonderzeichen im Aktenzeichen

Wurde eine Nachricht mit Sonderzeichen im Aktenzeichen versendet, so kam es hierdurch einerseits zu Fehlern bei der Verarbeitung durch den Empfänger, teilweise aber auch zu einem Fehler im beA, der sich darin äußerte, dass das Öffnen des Ordners in der sich die Nachricht befand (Gesendet), nicht mehr möglich war. Es erschien der Fehler: "Die Anfrage konnte nicht verarbeitet werden. Bitte versuchen Sie es später erneut."

Mit der Version 3.12 wird man auf unzulässige Sonderzeichen hingewiesen.

Nutzung der beA Client-Security unter MacOS BigSur

Bislang war es unter MacOS BigSur notwendig, die beA Client-Security mehrfach manuell zu starten. Mit der kommenden Aktualisierung (inkl. der neuen beA Basiskomponente) startet die beA Client-Securitiy auch unter MacOS BigSur zuverlässig.

Neue Funktionen in R 3.12

 

Unterstützung der Fernsignatur

Ab der beA-Version 3.12 können in der beA-Webanwendung qualifizierte elektronische Signaturen für Dokumente und elektronische Empfangsbekenntnisse entweder mit dem Fernsignaturdienst der BNotK erzeugt werden oder wie bisher mit dafür geeigneten und unterstützten Signaturkarten. Eine Übersicht der unterstützten Signaturkarten finden Sie in der Anwenderhilfe. Das beA-System unterstützt Sie bei der Suche nach vorhandenen Signaturzertifikaten: Befindet sich im Kartenleser eine Signaturkarte mit qeS-Zertifikat, so wird das auf der eingelegten Karte gespeicherte qualifizierte Zertifikat angezeigt und verwendet. Befindet sich im Kartenleser eine beA-Karte der neuen Generation, dann wird geprüft, ob zu dieser Karte ein qualifiziertes Zertifikat im Fernsignaturdienst der BNotK hinterlegt ist.

Um den Fernsignaturservice der Zertifizierungsstelle der Bundesnotarkammer nutzen zu können, müssen Sie ein geeignetes Signaturzertifikat erwerben. Der Inhaber eines beA kann Fernsignaturen erzeugen, wenn er eine personengebundene beA-Karte der neuen Kartengeneration nebst PIN besitzt und zu dieser beA-Karte ein qualifiziertes Zertifikat im Fernsignaturdienst bei der BNotK hinterlegt ist. Hier finden Sie Informationen, welche Schritte Sie für den Erwerb eines qualifizierten Zertifikats für den Fernsignaturdienst der BNotK unternehmen müssen.

 

Adressierung von nicht-öffentlichen Postfächern von Bereitschaftsdiensten der Justiz

Mit der beA-Version 3.12 unterstützt die beA-Webanwendung den Nachrichtenversand an derartige nicht-öffentliche Postfächer. Es wird hierfür die SAFE-ID dieses Postfachs benötigt, die Ihnen die Justiz mitteilt. 

Neue Funktionen in R 3.11.0

 

Vereinfachte Auswahl von Authentifizierungstoken

Nach dem „Anmelden“ auf der Startseite der beA-Webanwendung wird ein Dialog zur Auswahl von Sicherheitstoken angeboten. Auch wenn nur ein Sicherheitstoken zur Auswahl steht, musste dieser Sicherheitstoken bisher vom Benutzer markiert werden, bevor eine Bestätigung der Auswahl mit der Schaltfläche „OK“ erfolgen konnte.

Wenn bei Betätigung der Schaltfläche „Anmelden“ genau ein Sicherheitstoken zur Auswahl steht, dann wird dieser Token in der beA-Version 3.11 automatisch vorausgewählt.

Diese Situation wird erkannt, wenn

  1. entweder ein Hardware-Token im Kartenleser eingelegt und kein Software-Token im Zertifikatspeicher des Benutzers importiert war ODER
  2. wenn kein Hardware-Token im Kartenleser eingelegt und genau ein Software-Token im Zertifikatspeicher des Benutzers importiert war. In nachfolgendem Beispiel war eine beA-Karte im Kartenleser eingelegt.

Die automatisch vorgenommene Vorauswahl ist durch farbliche Hinterlegung kenntlich gemacht: 

 

Sie können in einem derartigen Fall unmittelbar mit der Schaltfläche „OK“ fortsetzen.

Wenn bei Bestätigung der Schaltfläche Anmelden kein Sicherheitstoken zur Auswahl stand und danach ein Hardware-Token durch Einlegen in das Kartenlesegerät hinzukommt, wird dieser hinzugefügte Hardware-Token nicht automatisch vorausgewählt. Falls durch das nachträgliche Einlegen eines Hardware-Tokens in ein Lesegerät ein weiterer Token dynamisch hinzukommt, wird eine zuvor bereits vorgenommene Auswahl eines Software-Tokens wie bisher deaktiviert.

 

Kennzeichnung von Nachrichtenentwürfen als „persönlich/vertraulich“

Bisher konnte in der Kommunikation von Anwalt zu Anwalt eine Nachricht nicht als „persönlich/vertraulich“ gekennzeichnet werden.

Mit der beA-Version 3.11 kann das Attribut „persönlich/vertraulich“ für Nachrichtenentwürfe in Postfächern von Rechtsanwälten gesetzt werden. Damit sollen zukünftig auch mit dem beA Hinweise auf Verstöße gegen Berufspflichten gemäß § 25 BORA in vertraulicher Form von Anwalt zu Anwalt übermittelt werden können.

Das Attribut „persönlich/vertraulich“ können Sie beim Erstellen einer neuen Nachricht aktivieren. Es wird für die Nachricht selbst ausgewählt und kann nicht empfängerspezifisch gesetzt werden. Allerdings kann das Attribut nicht an Empfängerpostfächer außerhalb des beA (z. B. Gerichte, Behörden, …) übermittelt werden. Wenn Sie mit der Maus über dem Datenfeld „persönlich/vertraulich“ schweben, wird deshalb ein Hinweis „Nur beA intern“ eingeblendet:

 

Eine eingehende und als "persönlich/vertraulich“ gekennzeichnete Nachricht kann wie bisher nur durch den Postfachinhaber sowie Benutzer mit den folgenden Rechten verarbeitet werden:

11 - Nachricht (persönlich/vertraulich) öffnen
12 - Nachricht (persönlich/vertraulich) exportieren/drucken → enthält Recht 11

Der Zugriffsschutz bezieht sich insbesondere auf die Anhänge, die einer Nachricht beigefügt sind. Zudem werden Zugriffsrechte bei der Bearbeitung rücklaufender eEBs geprüft:

16 - EBs signieren (persönlich/vertrauliche Nachrichten) → enthält Recht 11
17 - EBs versenden (persönlich/vertrauliche Nachrichten) → enthält Recht 11

Nach dem Öffnen einer als „persönlich/vertraulich“ gekennzeichneten Nachricht können Sie eine Kennzeichnung als „persönlich/vertraulich“ in der Nachrichtenanzeige sehen:

 

In der Druckansicht nach Betätigung der Schaltfläche „Drucken“ und im Nachrichtenexport nach Betätigung der Schaltfläche „Exportieren“ ist das Kennzeichen „persönlich/vertraulich“ in der beA-Version 3.11 nicht sichtbar. Diese Funktionalitäten werden mit einer der folgenden Versionen der beA-Webanwendung zur Verfügung gestellt werden.

Nach Betätigung der Schaltfläche „Antworten“ zu einer Nachricht wird der Wert des Attributs „persönlich/vertraulich“ in den neu entstehenden Nachrichtenentwurf übernommen und kann dort nachfolgend weiter angepasst werden. Diese Übernahme erfolgt auch für die Erstellung des Entwurfs eines rücklaufenden eEBs.

In der Nachrichtenübersicht können persönliche/vertrauliche Nachrichten wie bisher sichtbar gemacht werden. Wenn Sie persönliche/vertrauliche Nachrichten in einem Ordner nicht als „persönlich/vertraulich“ erkennen können, müssen Sie ggf. die Spaltenauswahl und/oder die Spaltenreihenfolge in diesem Ordner anpassen:

 

Ausgewählte Nachrichtenentwürfe können Sie in der Nachrichtenübersicht mit der Schaltfläche „Markieren als …“ als „persönlich/vertraulich“ kennzeichnen, wodurch das Symbol eines Schlosses für alle derartig gekennzeichneten Nachrichten eingeblendet wird:

 

Folge der Kennzeichnung ist, dass das Attribut „persönlich/vertraulich“ an allen markierten Nachrichten gesetzt wird, wenn es noch nicht gesetzt war. Umgekehrt können Sie die Kennzeichnung in ausgewählten Nachrichtenentwürfen mit „Markieren als …“ und „persönlich/vertraulich aufheben“ auch wieder entfernen.

 

Vorbereitungen auf eine neue Generation von Chipkarten der Bundesnotarkammer

Im beA-Sondernewsletter 2/2022 hat die BRAK bereits über einen bevorstehenden Technologiewechsel bei der Zertifizierungsstelle der Bundesnotarkammer und die damit verbundene Umstellung auf eine neue Generation von Chipkarten informiert. In der beA-Version 3.11 wurden die notwendigen technischen Voraussetzungen geschaffen, dass die neue Generation von Chipkarten der Bundesnotarkammer in der beA-Webanwendung genutzt werden kann. Für Sie als Benutzer von Chipkarten der Bundesnotarkammer ändert sich mit der beA-Version 3.11 aufgrund der vorgenommenen Anpassungen im beA noch nichts. Diesbezüglich folgen zu einem späteren Zeitpunkt genauere Informationen.

 

Unterstützung der Signaturkarten der Anbieter Telesec (TCOS 3.0 Signature Card 2.0) und D-Trust (4.1)

Mit Bereitstellung der beA-Version 3.11 können Signaturkarten der Generation D-Trust 4.1 und TeleSec (TCOS 3.0 Signature Card 2.0) in der beA-Webanwendung für das Anbringen qualifizierter elektronischer Signaturen verwendet werden. Damit können Benutzer dieser Kartengeneration Schriftsätze und rücklaufende elektronische Empfangsbekenntnisse (eEB) in der beA-Webanwendung qualifiziert elektronisch signieren. Nach dem Rollout der beA-Version 3.11 werden die unterstützten Kartenprodukte zusätzlich in der aktualisierten Anwenderhilfe für Sie aufgeführt sein.

 

Anzahl und Gesamtgröße elektronischer Dokumente in Anhängen von Nachrichten
 
Ziff. 3 der Zweiten Bekanntmachung zu § 5 der Elektronischer-Rechtsverkehr-Verordnung (2. Elektronischer-Rechtsverkehr-Bekanntmachung 2022 – 2. ERVB 2022) vom 10.2.2022 begrenzt vom 1.4.2022 bis zum 31.12.2022 Anzahl und Volumen elektronischer Dokumente in einer Nachricht wie folgt:
 
a) auf höchstens 200 Dateien und
b) auf höchstens 100 Megabyte.
 
Die dafür erforderlichen Anpassungen der beA-Webanwendung werden mit der beA-Version 3.11 bereitgestellt. Bisher galten nach Ziff. 3 der ersten Bekanntmachung zu § 5 der Elektronischen-Rechtsverkehr-Bekanntmachung 2022 – ERVB 2022 die Grenzwerte 100 Dateien und 60 Megabyte. Bitte beachten Sie, dass die Erweiterung der Datenmengen erst ab dem 1.4.2022 gilt, auch wenn die neue beA-Version bereits am 31.03.2022 herausgegeben wird.
 
Wie bisher können Sie mit der Schaltfläche „Anhang hochladen“ Anlagen und Schriftsätze zu einem Nachrichtenentwurf hinzufügen. Nach der Auswahl der Dateien im Dateisystem erscheint ein Dialog, in dem die angepassten Grenzwerte hinsichtlich der Anzahl und Gesamtgröße der Dokumente sichtbar werden:

 

An selber Stelle wird wie bisher für den Anwender eine Überschreitung der Werte beim Hochladen erkennbar:

 

Behobene Fehler und Dokumentation

 

3.11.2

 

Es erfolgt mit diesem Update die Behebung des unter Neuigkeiten gemeldeten Fehler nach der Aktualisierung der beA Client Security auf Terminalserver (beasupport.de).

 

3.11.0

 

Auswahl weiterer Postfächer bei Einsicht in mehr als 7 Postfächer

Unter Einsicht in mehr als 7 Postfächer (beasupport.de) haben wir kurz nach Herausgabe der beA-Version 3.10 auf einen Workaround aufmerksam gemacht, um trotz fehlendem Scrollbalken an der Postfachübersicht in weitere Postfächer wechseln zu können. Dieser Workaround ist grundsätzlich weiterhin nutzbar, aber es steht mit Herausgabe der beA-Version 3.11 auch ein Scrollbalken zur Verfügung.

Fehlermeldung beim Senden nach Export eines Entwurfs

Wurde ein Entwurf vor dem Versenden exportiert, konnte es zu der in diesem Fall nicht zutreffenden Fehlermeldung „Ein anderer Benutzer hat diese Nachricht verändert. Bitte laden Sie die Seite neu, um die Änderungen zu sehen.“ kommen. Nach Refresh des Browsers konnte der Versand dennoch abgeschlossen werden.

Wurde der Export des Entwurfs ein zweites Mal versucht, erschien die vorgenannte Fehlermeldung auch bei dieser Aktion.

Mit der Version 3.11 behindert der Export eines Entwurfes das Senden nicht mehr.

"Unerwarteter Fehler" bei der Signaturprüfung im Entwurf nach vorherigem Export

Bislang konnte es zu der Fehlermeldung "Unerwarteter Fehler" kommen, wenn ein Entwurf exportiert und anschließend die Signatur geprüft wurde. Die Signaturprüfung wurde in diesem Fall nicht abgeschlossen. Mit der Version 3.11 kann auch nach dem Export eines Entwurfes zuverlässig eine Signaturprüfung durchgeführt werden.

Dokumentation:

Folgende Seiten der Anwenderhilfe wurden erstellt bzw. aktualisiert: